
Aus der Geschichte des Hauses
Das denkmalgeschützte Haus Gebersdorf 32 wurde am Ende des 18. Jahrhunderts erbaut.
Auf einer Inschrifttafel im Flur des Hauses ist zu lesen:
"Anno 1798 und 1799 ist
von Anna Maria Malow diehs
Haus Scheune und Stalle erbaut Baumei-
ster Gottfried Schulicken"
In einem Gutachten des brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege wurde der Denkmalwert für das Haus festgestellt. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Fachwerkbau von fünf Achsen Breite mit Krüppelwalmdach.
Das obere Stockwerk wurde Jahrzehnte nicht bewohnt, so dass Böden und Türen original aus dem Baujahr des Hauses stammen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Außenwände des Erdgeschosses durch massives Mauerwerk ersetzt und ca. 1970 auch mit neuen Türen und Böden versehen.
Beim gegenwärtigen Forschungsstand ist die genaue damalige Nutzungsform des Hauses noch nicht klar; denkbar wäre, dass eine bäuerliche Großfamilie hier wohnte, oder es teilten sich mehrere Haushalte den vorhandenen Wohnraum, da im Haus mehrere "Sparherde" aus dem mittleren 19. Jahrhundert vorhanden sind.

Bekannt ist, daß im 20. Jahrhundert die Familie Schliebener das Haus bewohnt hat. Ein Bild von 1930 zeigt Frau Schliebener mit ihrer Tochter Lieschen. Im Dorf wird seit jeher vom "Schliebener Haus" gesprochen. Anfang des 21. Jahrhunderts kaufte der damalige Dorfvorsteher Lieschen das Haus ab und verkaufte es 2014 an uns.
Im Sinne des Denkmalschutzes restaurieren wir das Haus mit den gleichen Naturmaterialien z.B. Lehm und Stroh, welche beim Bau 1798 schon verwendet wurden.






